Pressestimmen
„Mit gut zwei Stunden ist "Ajax und der Schwan der Scham" ein verhältnismäßig kurzer Abend. Diese zweieinhalb Stunden sind aber gefüllt mit viel Stoff: eine (auch politisch zu lesende) Rache der Zukurzgekommenen, Hierarchiekritik, Technikfaszination, dazu ein antikes Drama und eine Filmvorlage inklusive Hintergrundwissen zu derselben. Und wie Rüping diese Überfülle als ganz großen Spaß arrangiert, schon das ist mehr als sehenswert.“ - Falk Schreiber, nachtkritik.de, 16. Januar 2025
„Die Scham von Ajax wird auf die Scham von heute übertragen - durch das millionenfache Reproduzieren unserer Bilder bei Social Media, weil wir unser Gesicht zu verlieren drohen, buchstäblich. (...) Und so schleicht sich der Abend langsam in die eigene Wahrnehmung und wird zum Augenöffner. Wie viel "Ich" sind wir bereit aufzugeben?“ - Peter Helling, NDR Kultur, 16. Januar 2025
„[Maja Beckmann] sprüht vor Spielfreude und Energie, streut quasi im Vorbeigehen noch eine kleine Bruno-Ganz-als-Hitler-Parodie ein, wickelt das Publikum um den Finger.“ - Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 16. Januar 2025
„Wie Sarah Lane in „Black Swan“ wird diesmal Pauline Rénevier zu Natalie Portman, so krass wirklichkeitsnah, dass ein Raunen durch das Publikum geht. (...) Kein Spiel der Götter ist das mehr, vielmehr ein KI-generierter Deep Fake und in seiner Wirkung bemerkenswert.“ - Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 16. Januar 2025
„Bei aller Absurdität und Komik ist es ein geschickter Bogen, den Rüping da in rund zwei Stunden schlägt: von der spielerischen Offenlegung der Theatersituation zu Beginn zum unheilvollen, übermächtigen Effekt.“ - Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 16. Januar 2025
„Maja Beckmanns Spiel ist zugleich subtil und nimmt unerschrocken den Kontakt mit dem Publikum auf. Nils Kahnwald zeigt dagegen einen anfangs wenig enthusiastischen Spielverderber, der nach und nach seine Macherqualitäten als „listenreicher Fuchs“ entwickelt, später sich als erbarmungsloser Direktor des Performancebetriebs entpuppt. Unter Einbeziehung der Zuschauer:innen als Mithörende und Angesprochene entwickeln die sehr frei auf die antike Tragödie bezugnehmenden Dialoge der beiden Protagonisten einen großen Witz.“ - Detlev Baur, Die deutsche Bühne Online, 16. Januar 2025
„(...) die gut zweistündige Inszenierung [bietet] eine spielfreudige Unterhaltung, die eine antike Geschichte zu einem Spiel im Heute wandelt. Das ist geistreich, mitunter komisch und stellt zentrale Fragen unserer Gegenwart. Neben den organisch klingenden Dialogen und dem großartigen Spiel um Maja Beckmann herum spielen dabei neben Technik und Bühne auch die so schlüssigen wie emblematischen Kostüme (Lene Schwind) eine tragende Rolle.“ - Detlev Baur, Die deutsche Bühne Online, 16. Januar 2025
„Auf angenehme Weise niedrigschwellig steuert Christopher Rüping sein Ensemble amüsant und klug durch die antike Mythologie. (...) Faszinierend gelingt es dem nur fünfköpfigen Ensemble (...) die komplizierte Geschichte samt ihren schwergängigen Verwicklungen anrührend zu verdeutlichen.“ - Irene Bazinger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Januar 2025
„Raffiniert in der Wahl der Kunstmittel und beglückend in ihrer Umsetzung durch das hinreißende Ensemble zaubert Christopher Rüping sogar noch ein begütigendes Ende aus seinem Tragödienhut (...).“ - Irene Bazinger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Januar 2025
„Christopher Rüping spannt die Geschichte zwischen Mythos und Popkultur, Fakten und Fake. (...) ein unterhaltsames Spiel mit Ich und Wir, Sein oder Ich-Sein.“ - Ruth Bender, Kieler Nachrichten, 20. Januar 2025
„Wuchtige Bilder (...)“ - Ruth Bender, Kieler Nachrichten, 20. Januar 2025
„Eindringliche Bilder findet Christopher Rüping, bekannt für seine ungewöhnlichen Interpretationen antiker Klassiker, für sein Stück „Ajax und der Schwan der Scham“ (...).“ - Robert Matthies, taz, 21. Januar 2025
„Das Stück [verlegt] die Handlung nicht einfach in die Gegenwart. Es schafft viel mehr durch ein komplexes Spiel mit Kameras und Verfremdungseffekten eine Welt, in der Antike und Moderne ineinandergreifen.“ - Robert Matthies, taz, 21. Januar 2025
„Rüping gelingt ein überraschend kurzweiliger und übrigens streckenweise auch wirklich komischer Abend. Klug und vielschichtig verknüpft er den Ajax-Komplex mit aktuellen Fragen nach Identität und Manipulation, nach Demütigung und Scham, ohne belehrend zu werden.“ - Robert Matthies, taz, 21. Januar 2025